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Geneza założenia kalwaryjskiego w Wambierzycach w ziemi kłodzkiej w świetle mitologii rodowej von Osterbergów

Kwaśniewski, Artur

English Title: Die Entstehung der Kalvarienanlage in Albendorf im Glatzer Bergland im Lichte der Familienmythologie derer von Osterberg

In: Lubos-Kozieł, Joanna ; Gorzelik, Jerzy ; Filipczyk, Joanna ; Lipnicki, Albert (Hrsgg.): Pielgrzymowanie i sztuka. Góra Świętej Anny i inne miejsca pielgrzymkowe na Śląsku. Breslau 2005, pp. 371-385

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Translation of abstract (German)

Im vorliegenden Artikel wird die Genese des bekannten Wallfahrtsortes Albendorf (ehemalige Grafschaft Glatz) dargestellt, der am Ende des 17. Jh.s durch Daniel Paschasius von Osterberg, Besitzer der Albendorfer Herrschaft und Grundherr von Nieder Rathen (in den Jahren 1675-1711) ausgebaut wurde. Die Forscher des Kalvarienberges betonen, dass das Programm, die räumliche Gliederung und der Verlauf der Pilgerstege an den Plan von Jerusalem anknüpfen. Sie weisen zugleich auf die Verbreitung der Pläne von Jerusalem durch Grafiken und Beschreibungen des 16. Jh.s sowie auf ihre Verwirklichung in den Kalvarienanlagen im 17.Jh. hin. Die Stiftung von Osterberg versuchte man mit einer angeblichen Wallfahrt ins Heilige Land noch vor 1683 zu verbinden. Die panegyrische, zur Hälfte legendäre Genealogie von Daniel Paschasius, gedruckt 1689, wurde aber übersehen. Ihre Analyse gibt jedoch ganz neue Interpretationsmöglichkeiten. Die Genealogie, Ausdruck der damaligen aristokratischen Mode, verlegt die Anfänge des Geschlechtes in die römische Zeit (die Familie Paschasius stammt in der Tat aus Italien), kreiert die ritterliche Familiengeschichte und leitet den Ursprung, das Wappen und den Namen der Familie vom Heiligen Land ab. In den Forschungen über die Geschichte von Albendorf muss man auch die Residenz in Nieder-Rathen berücksichtigen: laut den neuen Forschungsergebnissen entstand ihre „burgartige“ Form (kubischer Körper mit Pseudozinnen, in Fels gehauener Burggraben) nach 1675 als Folge des gründlichen Umbaus der 200 Jahre älteren Festung. Die Burg war ein bewusstes architektonisches Vorhaben des frisch geadelten Paschasius (1674): Sie manifestierte nicht nur die Zugehörigkeit zum Ritterstand. sondern knüpfte auch an das mythische Familiennest "Veste Paschava" in Sizilien an, das durch einen legendaren Vorfahren des Daniels in der neuen deutschen Heimat als "Veste Osterberg" wiederaufgebaut wurde. Der in der Wappenlegende der Familie anwesende Faden des Heiligen Landes und Jerusalems veranlasste wahrscheinlich Daniel Paschasius zum Umbau von Albendorf nach dem Jerusalem-Ebenbild. Die Residenz und der Kalvarienberg schildern den Familienstammbaum und kreieren im realen Raum die mythische Welt der Ahnen.

Document type: Book Section
Version: Secondary publication
Date Deposited: 28 Sep 2011 12:17
Faculties / Institutes: Research Project, Working Group > Individuals
DDC-classification: Architecture
Controlled Subjects: Osterberg <Familie>, Albendorf <Glatz>, Kalvarienberg, Wallfahrt, Geschichte 1674-1711
Subject (classification): Architecture
Countries/Regions: East Europe
Collection: ART-Dok Central and Eastern Europe