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Kalwaria w Krzeszowie, opat Bernard Rosa i „Krzeszowski modlitewnik pasyjny”, czyli o tym, jak wyglądała pierwsza „Nowa Jerozolima” na Śląsku

Kozieł, Andrzej

English Title: Die Kalvarienanlage in Grüssau, Abt Bernhard Rosa und das "Grüssauer Passionsbuch": Über das Aussehen des ersten "Neuen Jerusalems" in Schlesien

In: Lubos-Kozieł, Joanna ; Gorzelik, Jerzy ; Filipczyk, Joanna ; Lipnicki, Albert (Hrsgg.): Pielgrzymowanie i sztuka. Góra Świętej Anny i inne miejsca pielgrzymkowe na Śląsku. Breslau 2005, pp. 357-370

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Translation of abstract (German)

Der Kalvarienberg in Grüssau, gestiftet 1672 von Abt Bernhard Rosa, bildet die erste Kalvarienanlage in Schlesien. Bei der Ausstattung der Kalvarienkapellen wirkten heimische Künstler: Martin Leistritz, ein unbekannter Meister aus Vrchlabi (Hohenelbe), Georg Schrötter, Stephan Kose, Johann Hoffmann und Michael Willmann. Die heutige Form des Kalvarienberges in Grüssau ist jedoch das Ergebnis des gründlichen Umbaus der ersten Anlage unter der Amtszeit der Äbte Dominikus Geyer und Innozenz Fritsch in den Jahren 1703-1722 und 1728-1735. Wie sah aber das erste schlesische "Neue Jerusalem" von Abt Rosa aus? Die polnischen Forscher Jerzy Kopec, Zbigniew Bania meinen, dass die von Abt Rosa gestifteten Kalvarienkapellen nach dem Muster einer bescheidenen Klosterkalvarienanlage ausgeführt wurden und die einzelnen Kapellen unter den Arkaden der Klostermauer und in der Kirche verteilt waren. Erst die von Abt Geyer umgebaute Anlage sollte auf einem flachen Gebiet, westlich des Abteigeländes, vermessen und in Form der gemauerten Kapellen gebaut werden. Sollten also in Grüssau in unterschiedlichen Zeiten zwei Kalvarienanlagen vorhanden gewesen sein? Dieser These widerspricht die Schlussfolgerung aus der Analyse des sog. "Grüssauer Passionsbuchs", das 1682 für die Pilger veröffentlicht wurde. Eine eingehende Analyse der in Hinweisen für Wallfahrer enthaltenen Informationen lässt eindeutig feststellen, dass die von Abt Rosa errichtete Kalvarienanlage genau die Entfernungen zwischen den Jerusalemer Stationen wiederholte. Die im Gebetbuch enthaltenen Anmerkungen erlauben uns, die Stationen als selbstständige Kapellen – manchmal sogar als relativ große Gebäude - zu beschreiben. Auch die im Gebetbuch aufgenommene topographische Struktur der Kalvarienanlage von Abt Rosa, d. i. 32 Stationen in 23 KapelIen, genau nach den Jerusalemer Entfernungen geplant, weist eine weitgehende Übereinstimmung mit dem heutigen Aussehen des "Neuen Jerusalems" in Grüssau auf. Dies bestätigt, dass der von Abt Rosa gestiftete Kalvarienberg keine bescheidene Klosterkalvarienanlage war, sondern eine nach den Jerusalemer Entfernungen bemessene umfangreiche Anlage mit Kapellen, deren Größe manchmal beträchtlich war. Diese Anlage blieb bis heute in fast unveränderter Disposition erhalten. Die späteren Umbauten aus den Zeiten der Äbte Geyers und Fritsch betreffen nur die architektonische Struktur der einzelnen Kapellen.

Document type: Book Section
Version: Secondary publication
Date Deposited: 28 Sep 2011 13:51
Faculties / Institutes: Research Project, Working Group > Individuals
DDC-classification: Architecture
Controlled Subjects: Grüssau, Schmertzhaffter Lieb und Creutz-Weeg..., Kalvarienberg, Geschichte
Subject (classification): Architecture
Countries/Regions: East Europe
Collection: ART-Dok Central and Eastern Europe