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How simple life deconstructs Utopia

Schich, Maximilian ; Krämer, Steffen

Quelle: (2008) in: Stephan Doesinger (ed.): Space between people. How the virtual changes physical architecture. Munich: Prestel 2008, S. 30-45 und S.156
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (7.827 KB)

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SWD-Schlagwörter: Architektur , Komplexität , Konvention , Wirklichkeit , Virtuelle Realität
Freie Schlagwörter (Deutsch): Second Life , Utopia
Freie Schlagwörter (Englisch): architecture , complexity , convention , virtual reality , reality
Themen/Laender Klassifikation: Kunstwissenschaft, Kunsttheorie
Institut: Einzelpersonen
DDC-Sachgruppe: Künste, Bildende Kunst allgemein
Dokumentart: Aufsatz
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 23.11.2009
Kurzfassung in Deutsch: Im vorliegenden Aufsatz untersuchen wir eine Reihe von Merkmalen von Second Life in Bild und Wort - der Überzeugung folgend, dass die erzielten Erkenntnisse sowohl für die Benutzer als auch aus kunsthistorischer Sicht von Bedeutung sind. Second Life erinnert oft an eine Utopie, d.h. eine künstlich geschaffene oder imaginäre ideale Welt. In der Tat ist Second Life eine von Menschen gebaute Umgebung. Im Gegensatz zu vielen historischen Utopien ist sie jedoch nicht nur ideal oder einfach. Die Umgebung erscheint oft unverständlich, chaotisch und komplex. Second Life ist keine Welt, die von einem einzigen oder einer Handvoll von Schöpfern definiert wird. Vielmehr produzieren Nutzer einzelne Teile der Umgebung mit Hilfe eines begrenzten Vokabulars von Komponenten, deren komplexes Zusammenspiel sich, zumindest oberflächlich, der realen Welt annähert. Wie auch in anderen Systemen, etwa dem Stoffwechsel einer Zelle, dem Straßenverkehr oder dem Börsenhandel ergibt sich auch hier globale Komplexität als Folge von lokaler Aktivität. Die ebenso beobachtbare utopische Einfachheit ist eine Konsequenz technischer Konventionen und Einschränkungen.
Kurzfassung in Englisch: In the present essay, we explore a number of characteristics of Second Life in pictures and words, convinced that the insights they reveal will be interesting for users as well as from an art-historical point of view. Second Life is reminiscent of a utopia, i.e. an artificially created or imaginary ideal world. In fact, Second Life is an environment constructed by man. But in contrast to many historical utopias it is not only ideal or simple. Second Life often looks incomprehensible as well, apparently chaotic and complex. It is not a world that is defined by a single author or handful of authors. Instead users produce individual parts of an environment with the help of a limited vocabulary, the interaction of which produces complexity that, at least superficially, increasingly comes to resemble the real world. As in other systems, for example the metabolism of a cell, traffic in the street or stock-exchange trading, here too global complexity arises as a consequence of activity at a local level. The utopic simplicity, which can also be observed in Second Life, is a result of technical conventions and restrictions.

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