Directly to content
  1. Publishing |
  2. Search |
  3. Browse |
  4. Recent items rss |
  5. Open Access |
  6. Jur. Issues |
  7. DeutschClear Cookie - decide language by browser settings

GluR-B: die wichtigste AMPA-Rezeptor-Untereinheit in der Maus

Shimshek, Derya Robert

English Title: GluR-B: the most important AMPA receptor subunit in the mouse

[img]
Preview
PDF, German
Download (56Mb) | Terms of use

Citation of documents: Please do not cite the URL that is displayed in your browser location input, instead use the persistent URL or the URN below, as we can guarantee their long-time accessibility.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird die Beteiligung der L-?-amino-3-hydroxy-5-methylisoxazol-4-propionsäure-Rezeptor (AMPAR)-Untereinheit GluR-B bei Epilepsien, Lernprozessen und Sozialverhalten dokumentiert. Dazu wurden Mäuse mit vorderhirnspezifischer Ex-pression Q/R-uneditierter GluR-B-Untereinheiten und Mäuse ohne GluR-B-Untereinheit im Vorderhirn oder in GnRH-Neuronen untersucht; beides erhöht die Zahl Ca2+-permeabler AMPA-Rezeptoren in entsprechenden neuronalen Populationen. Die generelle Expression Q/R-uneditierter GluR-B-Untereinheiten (GluR-B(Q)) verursacht epileptische Anfälle mit frühem postnatalen Tod. Durch eine auf das Vorderhirn eingeschränkte GluR-B(Q)-Expression überleben 40 % der betroffenen Mäuse, die weiterhin an spontanen, epileptischen Attacken leiden, welche letztendlich den Tod der Tiere hervorrufen. In Cortex, Amygdala und Hippocampus spontan epileptischer Tiere tritt As-trozytose auf, die im Hippocampus von einer Abnahme Somatostatin- und Parvalbumin-positiver Interneurone begleitet wird. Zusätzlich ist eine erhöhte Neurogenese in der sub-granulären Zone des Hippocampus sowie eine Umorganisation der Moosfaserprojektionen in die innere Molekularschicht des Gyrus dentatus zu beobachten. Somit gleichen die anatomischen Veränderungen denen der Temporallappenepilepsie und Mäuse mit Vor-derhirn-spezifischer GluR-B(Q)-Expression eignen sich als genetisches Modell für dieses Krankheitsbild. Im Gegensatz zur GluR-B(Q)-induzierten Epilepsie führt ein Vorderhirn-spezifischer GluR-B-Verlust nur zu erhöhtem Angstverhalten, verminderter Motorkoordi-nation, gesteigerter Lokomotion und beeinträchtigter Angstkonditionierung. In Gedächtnis-tests lernen zwar die Mäuse in kürzerer Zeit zwei Gerüche zu unterscheiden, vergessen diese Unterscheidung allerdings schneller als Kontrolltiere. Wird die funktionelle Deletion des GluR-B-Gens weiter auf hypothalamische Neurone, einschließlich der GnRH-Neurone, eingeschränkt, so ist eine Beeinträchtigung des Sozialverhaltens der Männchen zu beobachten; diese sind verpaarungsunwillig und verteidigen ihre Käfige nicht gegen Ein-dringlingen, was nicht auf eine veränderte pulsatile GnRH-Freisetzung, sondern wahr-scheinlich auf eine gestörte Pheromon-Signalweitergabe zurückzuführen ist. Zusammenfassend bleibt festzustellen, daß GluR-B-haltige AMPA-Rezeptoren bei der Ausbildung zahlreicher Gehirnfunktionen beteiligt sind. Durch eingeschränkten GluR-B-Verlust in bestimmten Gehirnregionen lies sich eine direkte Beteiligung von GluR-B in Lern- und Sozial-Verhalten aufzeigen, während die Expression uneditierter GluR-B-Untereinheiten die essentielle Funktion der Editierung zur Aufrechterhaltung ausge-glichener Gehirnaktivität unterstreicht.

Item Type: Dissertation
Supervisor: Prof. Dr. Seeburg, Peter H.
Date of thesis defense: 15. July 2003
Date Deposited: 29. Jul 2003 14:38
Date: 2003
Faculties / Institutes: Service facilities > Max-Planck-Institute allgemein > MPI for Medical Research
Subjects: 570 Life sciences
Controlled Keywords: AMPA, Rezeptor, GluR-B, Epilepsie, Lernen, Gedächtnis, Entwicklung, Olfaktion, GnRH, Hippokampus, Amygdala
About | FAQ | Contact | Imprint |
OA-LogoLogo der Open-Archives-Initiative