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Unkonventionelle Heilmethoden von Knie- und Sprunggelenkverletzungen bei Sportlern

Kiewisz, Natalia

English Title: Alternativ methods of knee and ankle joint injuries of athletes

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Abstract

Eine richtige Behandlung von Sportverletzungen und Sportschäden ist für den Sporttreibenden sehr wichtig und beeinflusst in vielen Fällen entscheidend die weitere sportliche Karriere. Daher sollten Verletzungen und Schäden möglichst rasch, schonend und umfassend behandelt werden. Eine Reihe von Behand-lungsmöglichkeiten für Sportverletzungen steht zur Verfügung. An erster Stelle steht oft die Schulmedizin, die dank der Spitzenleistungen der modernen Chirurgie in der Sportmedizin oft zum Einsatz kommt. Die konventionelle Medizin geht dabei im allgemeinen symptomorientiert vor, d.h. sie befasst sich nur mit dem kranken Organ; dabei wird der Mensch nicht als eine Einheit aus Körper, Seele und Geist betrachtet. Mens sana in corpore sano kannten schon die alten Römer – ein gesunder Geist ruht in einem gesunden Körper. Griechi-sche und römische Mediziner behandelten daher bereits vor Tausenden von Jahren nach ganzheitlichen Konzepten. Schon in der frühen Lehre von Hippo-krates und später bei Paracelsus spielten die Heilkräfte der Natur bei der Heilung des Kranken eine wesentliche Rolle. Viele internationale Studien haben ergeben, dass Patienten mit der modernen wissenschaftlichen Schulmedizin nicht mehr zufrieden sind. Sie suchen nach Alternativen, die auf natürliche Steigerung der Leistung und ursächliche Aus-heilung von Krankheiten und Körperschäden abzielt und nicht auf die vorder-gründige Beseitigung von Symptomen. Solche Behandlungen bietet die unkonventionelle Medizin an, indem sie auf individuelle, qualitative und effektive Diagnose und Therapie setzt, die Geist, Körper, Seele und soziales Umfeld des Patienten berücksichtigt. Dies erscheint besonders für die sportmedizinische Betreuung von Bedeutung. Die Anwendung der unkonventionellen Heilmetho-den kann dem Behandler eine funktionelle Denkweise, die eine ganzheitliche naturheilkundlich-psychologisch-sportmedizinische Betreuung ermöglicht, eröff-nen. Die Akzeptanz unkonventioneller Heilmethoden in der Medizin ist aller-dings nach wie vor unterschiedlich, und zwar sowohl auf der Ebene der Behandler, als auch auf der Ebene der Behandelten. Die vorliegende Arbeit beschäftigte sich daher mit der Problematik, unkonventi-onelle Heilmethoden bei der Behandlung von Sportverletzungen einzusetzen. Ziel dieser Untersuchung war es, die gebräuchlichen unkonventionellen Heilmethoden und ihre Anwendungen bei Sportverletzungen, aufzuzeigen, die Beweggründe, warum sich Sportler mit den unkonventionellen Heilmethoden behandeln lassen, festzustellen, sowie eine repräsentative Umfrage unter ärzt-lichen und nichtärztlichen Behandlern zu machen, um den Einsatz von unkon-ventionellen vs. konventionellen Heilmethoden zu untersuchen. Dazu wurden zunächst acht zentrale Fragen zu vorgegebenem Thema formuliert, die im Laufe der Studie beantwortet werden sollten. Die Beantwortung der anfangs formulierten Problematik wurde im Raum Baden-Württemberg durchgeführt. An der Studie nahmen 274 Sportler aus der Region Karlsruhe und Heidelberg im Zeitraum März 2005 bis September 2007 sowie 67 Behandler aus dem Region Baden Württemberg in der Periode August 2006 bis September 2007 teil. Bei den statistischen Auswertungen der Fragebögen ergab sich, dass aus den 274 Probanden 128 Personen (46,7 Prozent) nur schulmedizinisch, 80 Per-sonen (29,2 Prozent) nur unkonventionell und 66 Personen (24,1 Prozent) mit beiden Heilrichtungen behandelt worden waren. Von 128 Personen, die nur schulmedizinisch behandelt wurden, zeigten 82 Personen (64,1 Prozent) ein Interesse, künftig mit alternativen Therapien behandelt zu werden. Der Altersdurchschnitt der Anwender alternativer Therapien betrug 34,2 Jahre, der der Nichtanwender 36,1 Jahre. Frauen wandten die unkonventionellen Heil-methoden mit 59,6 Prozent (N=87) häufiger als Männer an. Die Mehrheit der Probanden, sowohl in der Anwender-Gruppe (41,1 Prozent mit Abitur; 39 Prozent mit einem Hochschulabschluss) wie auch in der Nichtanwender-Gruppe (33,6 Prozent mit Abitur; 34,4 Prozent mit einem Hochschulabschluss), wies ein höheres Bildungsniveau auf. In der Behandler Gruppe waren 47 Männer und 20 Frauen, darunter 34 Ärzte, 26 Heilpraktiker und fünf Physiotherapeuten. Das durchschnittliche Alter betrug 41,1 Jahre. Bei den Behandlern waren gute Verträglichkeit (55,2 Prozent), Individualität (43,3 Prozent) und Ganzheitlichkeit (40,3 Prozent) für die Anwendung unkon-ventioneller Heilmethoden bestimmend. Allgemein boten Behandler am häufigsten Akupunktur (11 Prozent) an gefolgt von Osteopathie (7,2 Prozent) und Homöopathie, sowie Sauerstofftherapie (mit jeweils 6,5 Prozent). Bei Knie- und Sprunggelenksverletzungen wurden vor allem Bandverletzungen mit 30,8 Prozent bei Kniegelenk (davon 14,4 Prozent Bandläsion; 14,1 Prozent Kreuzbandruptur und 2,3 Prozent Seitenbandruptur) bzw. mit 47,5 Prozent bei Sprunggelenk (davon 25,4 Prozent Banddistorsion und 22,1 Prozent Band-ruptur) und Prellungen (13,1 Prozent bei Knie- bzw. 20,1 Prozent bei Sprungge-lenk) mit alternativen Heilverfahren behandelt. Dabei dominierten Akupunktur (25,7 Prozent) und Homöopathie (25,3 Prozent); aber auch Ozontherapie (12,1 Prozent) und Manuelle Therapie (11,3 Prozent) wurden angewandt. Die Behandler wiesen auf eine positive Wirkung unkonventioneller Therapien bei der Prophylaxe hin. Sportler waren sich darunter in ihrer Mehrheit bewusst (91,8 Prozent), aber nur weniger als die Hälfte (39,7 Prozent) der Anwender nutzten diese Methoden auch tatsächlich für die Prophylaxe. Die Behandler waren mehrheitlich (82,1 Prozent) der Ansicht, dass sich die beiden Heilrichtungen sinnvoll ergänzen. Entscheidend dabei waren die Fest-stellungen, dass die Schulmedizin überfordert ist (31,5 Prozent), dass Schul-mediziner zu schnell zu operativen Methoden greifen (26,9 Prozent) und dass sie sich zu wenig Zeit für die Patienten nehmen (22,4 Prozent). Von daher er-scheint der Einsatz unkonventioneller Heilmethoden komplementär zur den schulmedizinischen Heilverfahren sinnvoll und komplementär zu sein, um eine rasche und vollständige Wiederherstellung bei Sportverletzungen von Knie- und Sprunggelenk zu erziehen Die in dieser Studie präsentierten Ergebnisse erlaubten neue Einblicke in die Problematik des Einsatzes unkonventionelle Heilmethoden bei der Behandlung von Sportverletzungen. Damit schließen sie eine Lücke in der Wissenschaft und erfordern zugleich eine weitere Betrachtung dieses relevanten Themas.

Translation of abstract (English)

alternativ methods in therapy of sport injuries got more popular. descriptive statistics have shown that akupuncture and homeopathy / homoeopathy is the most applied alternative method of knee and ankle joint injuries of athletes.

Item Type: Dissertation
Supervisor: Huber, Prof. Dr. Gerhardt
Date of thesis defense: 18 December 2008
Date Deposited: 26 Feb 2009 10:23
Date: 2008
Faculties / Institutes: The Faculty of Behavioural and Cultural Studies > Institut für Sport und Sportwissenschaft
Subjects: 610 Medical sciences Medicine
Controlled Keywords: Sporttherapie, Homöopathie, Sprunggelenkverletzung, Kniegelenkverletzung, Akupunktur, Heilpraktiker, Alternative Medizin, Sporttraumatologie
Uncontrolled Keywords: unkonventionelle Heilmethoden , Sport , Sporttherapie , Kniegelenkverletzungen , Sprunggelenkverletzungen , Heilpraktiker , Homöopathie , Akupunkturalternativ methods , knee injury , ankle joint injury , sport traumatology
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