@misc{heidok13092, title = {Kindliche, elterliche, famili{\"a}re und (sozio-)kulturelle Einfl{\"u}sse auf die triadische Familieninteraktion}, author = {Lisa Schwinn}, year = {2011}, keywords = {triadische Interaktion , Lausanner Trilogspiel , LTP , Chiletriadic family interaction , infant , Lausanne Trilogue Play , culture , self regulation}, url = {http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/13092/}, abstract = {In der vorliegenden Arbeit wurden unterschiedliche Einflussfaktoren auf die Funktionalit{\"a}t der triadischen Familieninteraktion mit einem S{\"a}ugling im ersten Lebensjahr in deutschen und chilenischen Familien untersucht. Dabei wurde zun{\"a}chst auf einer theoretischen Ebene der Zusammenhang zwischen den selbstregulativen sowie interaktiven Kompetenzen des Kindes und der Funktionalit{\"a}t der famili{\"a}ren Interaktion dargestellt. Es wurden au{\ss}erdem die psychologischen Einfl{\"u}sse auf Seiten der Eltern durch depressive Symptome, Bindungsstatus und die Konflikthaftigkeit der Paarbeziehung sowie der Beziehungen zu den eigenen Eltern auf die Familieninteraktion erl{\"a}utert. Neben den psychologischen Einfl{\"u}ssen wurden soziokulturelle Variablen und kulturelle Einstellungen gemessen am independenten und interdependenten Selbstkonzept, der famili{\"a}ren Normgebundenheit und der egalit{\"a}ren Geschlechtsrollenideologie theoretisch auf die famili{\"a}re Interaktion und das Elternverhalten bezogen. Im empirischen Teil der Arbeit wurden die Methoden des Lausanner Trilogspiels und der Frageb{\"o}gen BDI, ECR, RQ-2, den Zweierbeziehungsb{\"o}gen aus den Familienb{\"o}gen sowie der Kulturfragebogenbatterie bestehend aus der SCS, TLS und SRIS vorgestellt. Es wurden Daten in einer deutschen Stichprobe (N = 61 Triaden) und einer chilenischen Stichprobe (N = 43 Triaden) erhoben, wobei der RQ-2 und die Familienb{\"o}gen nur in der deutschen Stichprobe Anwendung fanden. Die Ergebnisse zeigten deutliche Zusammenh{\"a}nge zwischen der Selbstregulationskompetenz sowie dem Engagement des Kindes und der triadischen Funktionalit{\"a}t. Au{\ss}erdem wurden in unterschiedlichem Ausma{\ss} in Abh{\"a}ngigkeit von Stichprobe und Geschlecht negative Einfl{\"u}sse durch depressive Symptome und unsichere Bindung bei den Eltern gefunden. Es wurde ein deutlicher Einfluss des soziokulturellen Status (Bildung und Einkommen) auf die Funktionalit{\"a}t der Interaktion aufgezeigt, der in den chilenischen Familien noch gr{\"o}{\ss}er war als in den deutschen. Das independente Selbstkonzept war in deutschen Familien eher mit funktionaler, in chilenischen Familien hingegen mit weniger funktionaler Interaktion verbunden. Das interdependente Selbstkonzept zeigte keine Zusammenh{\"a}nge mit der famili{\"a}ren Interaktion in den deutschen und deutlich negative Zusammenh{\"a}nge in den chilenischen Familien. Die famili{\"a}re Normgebundenheit der Eltern lie{\ss} sich nicht in der Funktionalit{\"a}t der triadischen Interaktion im LTP wiederfinden. Eine egalit{\"a}re Einstellung zu den Geschlechtsrollen bei den Eltern wirkte sich jedoch in beiden Stichproben deutlich positiv auf die Funktionalit{\"a}t der Interaktion in der Triade aus. Die Ergebnisse wurden in theoretische Zusammenh{\"a}nge eingeordnet und vor dem Hintergrund empirischer Befunde aus der Literatur diskutiert, sowie die angewendeten Methoden in Hinblick auf Chancen und Grenzen der Studie reflektiert. Die Studie bietet vielf{\"a}ltige Ankn{\"u}pfungspunkte f{\"u}r die weitere Familienforschung im interkulturellen Bereich. } }