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Palast und Territorium. Zur politischen Geographie des minoischen Kreta

Lauber, Christian

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (1.040 KB)

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SWD-Schlagwörter: Minoische Kultur , Palast , Staatsgebiet
Institut: Archäologie (Sondersammelgebiet)
Dokumentart: Aufsatz
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 18.12.2003
Kurzfassung in Deutsch: Die vorliegende Arbeit "Palast und Territorium. Zur politischen Geographie des minoischen Kreta" stellt die Frage in den Mittelpunkt, wie das politische System Kretas zu minoischer Zeit ausgesehen haben könnte. Um eine genauere Vorstellung von den Herrschaftsstrukturen oder des Staatssystems zu erhalten, ist es notwendig, die Paläste auch in ihrem größeren Umfeld, z.B. im Kontext zu ihrem Hinterland, zu betrachten. Die aktuelle archäologische Forschung hinterfragt immer stärker das Palastmodell von Sir Arthur Evans, der in den Palästen das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum einer umliegenden Gegend und den Sitz eines einzelnen Herrschers gesehen hatte. Ziel der Arbeit soll es sein, die aktuelle Meinung über die politische Geographie des minoischen Kreta anhand von wenigen Beispielen zu skizzieren (überwiegend Knossos und Phaistos), und zwar sowohl für die Alt- als auch die Neupalastzeit. Dabei wird zunächst auf die Situation innerhalb der einzelnen Territorien eingegangen, d.h. auf die Frage, welche Beziehung die Paläste zu ihrem Hinterland hatten (und umgekehrt). Wichtig ist hier für die Neupalastzeit auch die Villenproblematik, die einführend erläutert werden soll. Anschließend wird darauf eingegangen, welches Verhältnis die einzelnen "Territorialstaaten" zueinander hatten, also ob z.B. die verschiedenen Paläste auf unterschiedlichen Ebenen einer Hierarchie standen und ob es eine Hegemonialmacht gab. Die wichtigsten archäologischen Quellen, auf die hier Bezug genommen wird, sind die Schrift- bzw. Verwaltungsdokumente und die Verbreitung von palatialer Architektur.

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