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Buddhistische Laien, buddhistische Profis: Individualisierung von Religiosität als Folge einer Neuverteilung religiösen Wissens im modernen Buddhismus Sri Lankas

Buddhist laypersons, Buddhist professionals: individualisation of religiousness as a result of a relocation of religious knowledge in the modern Buddhism of Sri Lanka

Bretfeld, Sven

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Inken Prohl und Katja Rakow (Herausgeber)

Quelle: (2008) Transformierte Buddhismen, Nr. 005
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (2.254 KB)

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Gedruckte Ausgabe:
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SWD-Schlagwörter: Achtsamkeit , Buddhistische Literatur , Bhikku , Buddhismus , Buddhologie , Vipashyana , Sri Lanka
Institut: Institut für Religionswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Andere Religionen
Dokumentart: Aufsatz
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 01.09.2008
Kurzfassung in Deutsch: Sven Bretfeld: Buddhistische Laien, buddhistische Profis: Individualisierung von Religiosität als Folge einer Neuverteilung religiösen Wissens im modernen Buddhismus Sri Lankas

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts haben srilankische Laienbuddhisten den Exklusivanspruch des Klerus auf die alleinige religiöse Deutungsmacht mehr und mehr streitig gemacht. Die auf dieser Neustrukturierung der religiösen Wissensproduktion aufbauende Vipassanā-Bewegung hat seit Mitte des 20. Jahrhunderts die zuvor allenfalls in kleinen exklusiven Mönchszirkeln verbreitete buddhistische Meditationspraxis erstmals in der Geschichte Sri Lankas als optionale Form religiöser Aktivität einem grösseren Laienpublikum verfügbar gemacht. Neudeutungen im Gefolge der Vipassanā-Bewegung ermöglichen eine profiliertere selbst- und fremdreferenzielle Deutung des Individuums. Insbesondere Laien-Buddhisten treten in neuer Weise als religiös profilierte Individuen jenseits eines standardisierten Rollenmodells auf. Paradoxer Weise produziert diese Bewegung gleichzeitig Tendenzen zu einer weiteren Aristokratisierung privilegierter Schichten.
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