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Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die psychische Gesundheit von Medizinstudierenden und Ärzt*innen

Halfmann, Jana Marie

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PDF, German
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Abstract

Die COVID-19 Pandemie hatte beträchtliche globale Auswirkungen und stellte das Gesundheitssystem und dessen Mitarbeitende vor neue Herausforderungen. Junge Menschen, Studierende, Frauen aber auch Healthcare worker wurden sowohl bereits vor dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie als auch schon früh im Laufe dieser als Risikogruppen zur Entwicklung psychischer Probleme identifiziert. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf Medizinstudierende und junge Ärzt*innen in Deutschland zu erfassen und eventuelle Unterschiede zwischen vorklinischen und klinischen Student*innen sowie Ärzt*innen mit und ohne Arbeit mit COVID-Patient*innen festzustellen. Hierzu wurde zwischen dem 01.12.2021 und 31.03.2022 eine anonyme Online-Befragung von 668 Medizinstudierenden und Ärzt*innen an den medizinischen Fakultäten Mannheim und Würzburg durchgeführt und in die hier vorgelegte Arbeit eingeschlossen. Diese erfolgte mittels eines eigens zusammengestellten Fragebogens sowie dem Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS) und dem WHO Quality of Life BREF (WHOQOL-BREF). Es zeigten sich sowohl bei den Studierenden als auch den Ärzt*innen fluktuierende Angst- und Belastungswerte mit höheren durchschnittlichen Werten in den Sommer-Befragungszeiträumen als in den Winter-, Herbst- und Frühlingszeiträumen. Darüber hinaus stiegen bei allen Subgruppen die HADS-Summenwerte auf der Gesamtskala und den beiden Subskalen Angst und Depression signifikant im Vergleich zu der Zeit vor Ausbruch der COVID-19 Pandemie. Wie durch frühere Studien vorbeschrieben, konnte in der hier vorgelegten Befragung eine stärkere Beeinträchtigung der Studierenden der vorklinischen Semester festgestellt werden. Sie wiesen eine signifikant größere Zunahme in allen Skalen des HADS und durchschnittlich höhere Werte bezüglich der aktuellen Lebensqualität zum Befragungszeittraum in allen Domänen des WHOQOL-BREF auf, mit Ausnahme der Domäne „Umwelt“. Entgegen der Erwartung scheint hingegen bei den befragten Ärzt*innen die Kohorte der Kolleg*innen, die direkt mit COVID-19 Patient*innen arbeiteten, in ihrer mentalen Gesundheit nicht stärker beeinträchtigt worden zu sein. Tatsächlich wiesen sie in allen Skalen des HADS eine signifikant geringere Zunahme der Werte auf und zeigten eine signifikant höhere Lebensqualität in Bezug auf soziale Beziehungen, während sich ihre mittleren Angst- und Belastungswerte im Zeitverlauf nicht von denen der Ärzt*innen ohne Arbeit mit COVID Patient*innen unterschieden. Insgesamt untermauern die Ergebnisse der hier vorgelegten Untersuchung die Erkenntnisse bisheriger Studien. Alle hier befragten Subgruppen wiesen eine Beeinträchtigung ihrer mentalen Gesundheit im Zuge der COVID-19 Pandemie auf. Gerade Medizinstudierende und junge Ärzt*innen stellen im Zusammenhang mit epi- und pandemischen Ausbruchgeschehen eine Risikogruppe zur Entwicklung von gesundheitlichen Problemen wie Angst, Belastung und Depression dar. Dies sollte auch in Zukunft Berücksichtigung finden und um spezielle Unterstützungs- und Beratungsangebote für HCW ergänzt werden, um der Entwicklung langfristiger gesundheitlicher Probleme und Krankheitsausfällen entgegenzuwirken.

Document type: Dissertation
Supervisor: Koopmann, Prof. Dr. Anne
Place of Publication: Heidelberg
Date of thesis defense: 4 September 2025
Date Deposited: 23 Jan 2026 10:49
Date: 2026
Faculties / Institutes: Medizinische Fakultät Mannheim > Dekanat Medizin Mannheim
DDC-classification: 610 Medical sciences Medicine
Controlled Keywords: COVID-19, Psychische Gesundheit, Gesundheitswesen
Uncontrolled Keywords: Medizinstudierende
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