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Prognostischer Einfluss der Trikuspidalklappeninsuffizienz auf Patienten mit kardiogenem Schock

Ruka, Marinela

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Abstract

Der kardiogene Schock bleibt trotz Fortschritten in der medizinischen Versorgung eine klinische Herausforderung und ist mit einer hohen Mortalität verbunden. Aus diesem Grund sind weiterhin Parameter und Faktoren notwendig, die eine schnelle und verlässliche Risikostratifizierung zum frühestmöglichen Zeitpunkt ermöglichen. Die vorliegende Studie konnte zeigen, dass eine vorbekannte mittel- bis hochgradige Trikuspidalklappeninsuffizienz nur in bestimmten Subgruppen einen negativen prognostischen Einfluss auf die 30-Tage-Mortalität hat. In der Gesamtkohorte konnte hingegen kein signifikanter Einfluss nachgewiesen werden. Subgruppenanalysen zeigten, dass Patienten mit nicht-infarktbedingtem kardiogenem Schock sowie Patienten ohne Beatmung eine erhöhte 30-Tage-Gesamtmortalität aufwiesen, wenn eine mittel- bis hochgradige Trikuspidalklappeninsuffizienz vorbekannt war. Diese Ergebnisse konnten zunächst durch Kaplan-Meier-Analysen und univariate Cox-Regressionsanalysen in der jeweiligen Subgruppe nachgewiesen werden. Nach multivariater Adjustierung zeigte sich in der Subgruppe der Patienten mit einem nicht-infarktbedingtem kardiogenem Schock eine vorbekannte mittel- bis hochgradige Trikuspidalklappeninsuffizienz weiterhin als unabhängiger Risikofaktor für eine erhöhte 30-Tage-Mortalität im Vergleich zu einer leichtgradigen Trikuspidalklappeninsuffizienz. Das gleiche Ergebnis konnte auch in der Subgruppe der Patienten ohne maschinelle Beatmung nachgewiesen werden. In den Subgruppen der Patienten mit infarktbedingtem kardiogenem Schock oder maschineller Beatmung konnte hingegen kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen nachgewiesen werden. Ursächlich für diese differenten Ergebnisse in den verschiedenen Subgruppen könnte zum einen der negative Einfluss einer maschinellen Beatmung auf die Funktion der Trikuspidalklappe sein und zum anderen die kausale Therapie des kardiogenen Schocks, die bei Patienten mit infarktbedingtem kardiogenem Schock angewendet werden kann. In beiden Fällen könnte somit eine vorbekannte mittel- bis hochgradige Trikuspidalklappeninsuffizienz weniger Einfluss auf die Prognose nehmen. In der Zusammenschau der Ergebnisse konnte die vorliegende Studie folglich nachweisen, dass eine vorbekannte mittel- bis hochgradige Trikuspidalklappeninsuffizienz im Vergleich zu einer leichtgradigen Trikuspidalklappeninsuffizienz einen negativen Einfluss auf die 30-Tage-Gesamtmortalität bei Patienten mit nicht-infarktbedingtem kardiogenem Schock und bei nicht beatmeten Patienten mit kardiogenem Schock haben kann.

Document type: Dissertation
Supervisor: Akin, Prof. Dr. med. Ibrahim
Place of Publication: Heidelberg
Date of thesis defense: 16 December 2025
Date Deposited: 06 Mar 2026 10:56
Date: 2026
Faculties / Institutes: Medizinische Fakultät Mannheim > Dekanat Medizin Mannheim
DDC-classification: 610 Medical sciences Medicine
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