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Zwischen „Drittem Humanismus“ und Zionismus – Die jüdische Georgeanerin Edith Landmann als Ideologin

Stadler, Lukas

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PDF, German
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Abstract

Die Dissertation geht der Frage nach, welche Auswirkungen die im 19. Jahrhundert omnipräsenten Antikentransformationen auf die Genese des deutschsprachigen Frühzionismus hatten. Als Quellencorpus dienen die Schriften der deutsch-jüdischen Philosophin Edith Landmann (1877–1951). In Edith Landmanns Leben spielte die Zugehörigkeit zum Judentum bis 1933 lediglich eine marginale Rolle. In jungen Jahren war sie zunächst Sozialistin. Im Rahmen ihrer philosophischen Tätigkeit bemühte sie sich darum, Werturteile objektiv zu begründen und eine neue ästhetische Lehre zu entwickeln. Bereits früh betrachtete sie die Zivilisation des antiken Griechenlands als Höhepunkt menschlicher Kulturleistung und forderte ihre Zeitgenossen in ihren Schriften dazu auf, sich an der Antike zu orientieren. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Volkswirt Julius Landmann, näherte sie sich dem Dichter Stefan George an und gehörte dessen engstem Kreis an. Sie gab ihre akademischen Ambitionen auf und stellte ihr philosophisches Schaffen in den Dienst Georges. Erst nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und dem Tod Georges entwickelte Edith Landmann einen Zionismus sui generis und versuchte, das Wirken Georges mit ihrer jüdischen Identität in Einklang zu bringen. Die Schoah überlebte die Schweizer Staatsbürgerin in Basel. Die Analyse ihrer Texte zeigt, dass eine intensive Transformation der griechischen Antike die Ausbildung zionistischen Denkens maßgeblich hemmte. Dies lag daran, dass die Verwurzelung in der europäischen Bildungslandschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts für Teile des deutsch-jüdischen Bildungsbürgertums ein attraktiveres Identifikationsangebot darstellte als die Neugründung eines jüdischen Staatswesens im Nahen Osten.

Document type: Dissertation
Supervisor: Heil, Prof. Dr. Johannes
Place of Publication: Heidelberg
Date of thesis defense: 29 October 2025
Date Deposited: 31 Mar 2026 08:49
Date: 2026
Faculties / Institutes: Service facilities > Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
DDC-classification: 200 Religion
290 Other and comparative religions
830 Literatures of Germanic languages
880 Hellenic literatures Classical Greek
920 Biography, genealogy, insignia
943 General history of Europe Central Europe Germany
Uncontrolled Keywords: Edith Landmann, Stefan George
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