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Die Schriften Paul Scheerbarts und der Lichtdom von Albert Speer - "Das große Licht"

Krauter, Anne

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SWD-Schlagwörter: Speer, Albert <Architekt, 1905-1981> , Beleuchtung , Lichtsymbolik , Scheerbart, Paul , Brentano, Clemens , Schlegel, Friedrich von
Freie Schlagwörter (Deutsch): Lichtdom , Lichtsignalsprache , Lichtmetapher , Kaleidoskop , Arabeske
Themen/Laender Klassifikation: Architektur, Bildende Künstler, Architekten
Institut: Heidelberg, Ruprecht-Karls-Universität, Institut für Europäische Kunstgeschichte
Fakultät: Hochschule, Fakultät, Institut
DDC-Sachgruppe: Architektur
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Riedl, Peter Anselm (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.06.1998
Erstellungsjahr: 1997
Publikationsdatum: 13.09.2004
Kurzfassung in Deutsch: In seinen Schriften entwickelt Paul Scheerbarts sukzessive Ideen zu einer erdumspannenden, farbig funkelnden Glasarchitektur. Sie soll als visionäre Architekturkonstellation immer wieder neue Seherlebnisse ermöglichen. Hierfür sieht Scheerbarts Entwurf die Wirkung des elektrischen Lichts als umfassendes Gestaltungsmittel im großen Stil vor. Albert Speers "Lichtdom" dagegen gilt als die bisher größte und massenwirksamste Lichtinstallation, bei der ausschließlich elektrisches Licht eingesetzt wurde. Sie wurde anlässlich der Reichsparteitage der Nationalsozialisten in Nürnberg realisiert und nach 1945 von Speer als eine avantgardistische Idee mit entmaterialisierenden Tendenzen vorgeführt. Nicht allein die Summierung gewaltiger Scheinwerfer von großer Leuchtkraft, sondern auch seine rezeptionsgeschichtliche Sonderstellung machen die wohl populärste Lichtinszenierung des 20. Jahrhunderts zu einem unverzichtbaren Objekt der Untersuchung. Denn Speer, einst enger Vertrauter Hitlers, setzt das ephemere Werk nach dem Ende der nationalsozialistischen Ära gezielt für eine Rehabilitierung seiner Person als genuin künstlerisch ambitionierter Architekt ein.

Damit lässt sich der Bedeutungsumfang der Lichtmetapher für die Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert bis zur Jahrhundertmitte abstecken. Das Augenmerk richtet sich auf Scheerbart und Speer, gerade weil sie unter dem Lichtaspekt so weit auseinanderliegende Absichten verfolgten. Vorderhand geht es hier darum, für Scheerbart wie für Speer den jeweiligen Werkzusammenhang zu rekonstruieren und so die weitverzweigten Hintergründe zu überschauen.

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