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Dolmetschauftritt – ein Beitrag zur Translationskultur

Tuneva, Daria

English Title: Interpreter's Appearance and Performance as a Part of Translationculture

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PDF, German (Masterarbeit)
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Abstract

Die Masterarbeit (auf Deutsch geschrieben) behandelt integrativ, interdisziplinär und kreativ die aktuellen Probleme der Translationswissenschaft und insb. der Dolmetschwissenschaft. Im Teil I wird auf das Phänomen Translation und die Grundlagen der Translationswissenschaft eingegangen und die verschiedenen Forschungsansätze in diesem Bereich werden anhand von unterschiedlichen Modellen dargestellt. Besonders diskutiert wird anhand von den im Zuge der s.g. soziologischen Hinwendung entwickelten funktionalen Translationsmodellen die Rolle des Translators als die eines gleichberechtigten Kommunikationspartners. Des Weiteren kommen die Dolmetschwissenschaft und die im Rahmen dieser Teildisziplin der Translationswiswissenschaft entwickelten Modelle zur Sprache, wobei Forschungsdefizite in Bezug auf die s.g. institutionelle Dimension beim Dolmetschen (funktionale Ansätze) aufgezeigt werden. Die Tätigkeit eines Dolmetschers wird dann in Kapitel 2 unter die Lupe genommen und mit der eines Übersetzers verglichen. Mögliche Einsatzbereiche für Verhandlungsdolmetschen, Simultandolmetschen oder Konsekutivdolmetschen, die dabei benötigten Dolmetsch-Techniken und eine generelle auftragsorientierte Vorgehensweise der Dolmetscher als Sprachdienstleister für die Deckung des aktuellen Dolmetschbedarfs werden skizziert, um nochmals die kennzeichnenden Merkmale der Dolmetschtätigkeit zu illustrieren. Die Problematik der Qualität und Evaluation der Kompetenzen eines Dolmetschers wird abschließend besprochen, indem auf einen uneinheitlichen und subjektiven Charakter der Erwartungen und Anforderungen seitens der Bedarfsträger und Auftraggeber und eine überwiegend linguistische Orientierung der Ausbilder in Evaluationsfragen hingewiesen wird. Auch Mentalitätsfragen spielen dabei eine gewisse Rolle sei es in Russland, Deutschland oder im angelsächsischen Raum. Kapitel 3 befasst sich mit dem für die vorliegende Arbeit zentralen Phänomen „Dolmetschauftritt“ (DA). Im Anschluss folgt ein die performative Problematik des Dolmetschberufs thematisierender Exkurs, der eine gewisse Nähe der Berufsgruppe der Dolmetscher (Translatoren) zu den Berufsgruppen der Musiker und der Schauspieler aufzeigt und auf diese Weise die Rolle der zusätzlichen sozialen, kommunikativen und (inter-)kulturellen Kompetenzen für einen erfolgreichen Dolmetschauftritt betont. Der Exkurs leitet zum Teil II der MA über, der sich als Zusammenfassung der aus der Sicht der Verfasserin für einen Dolmetscher essentiellen Teilkompetenzen bzw. Schlüsselqualifikationen versteht. Sensibilität für kulturelle Besonderheiten, ihre aktive Reflexion, Abstraktion von der Eigenkultur und das Bemühen, diese Divergenzen beim Dolmetschen und generell im Umgang mit internationalen Kunden (das so genannte CRM - Customer relationship management) und Kollegen auszubalancieren, gehört zum Kompetenz- und Performanzspektrum eines Translators (Kapitel 4), ebenso wie eine hoch entwickelte Empathie und die allgemeine emotionale Intelligenz (EQ) als soziale Teilkompetenzen (Kapitel 5). Die soziokulturelle Prägung jeder kommunikativen Situation ist somit dafür ausschlaggebend, wie der Dolmetscher sein kommunikatives Instrumentarium einsetzt, worauf in Kapitel 6 hingewiesen wird. Unmittelbare praktische Anwendung finden diese Fähigkeiten bei der Vermarktung der eigenen Dolmetschleistungen, die auf eine reflektierte Erstellung des eigenen Persönlichkeits- und Tätigkeitsprofils folgt und sich dann in diesem Zusammenhang auch als eine Art Personal Branding versteht. Auf diese Fragen so wie auch auf die des Umgangs mit den neuen Medien und des Webauftritts wird in Kapitel 7 und 8 näher eingegangen. Es wird alles in allem auf eine integrative und interdisziplinäre Weise dargestellt, wie ein Dolmetscher mit einer bestimmten Sprachkombination (im Falle der Verfasserin Russisch – Deutsch – Englisch) seine Aussichten auf Erfolg im Beruf aktiv beeinflussen kann und soll, welche Kompetenzen und Qualifikationen es dabei zu entwickeln gilt und welche Techniken und Werkzeuge dafür benötigt werden. Die vorliegende Arbeit versteht sich als Beitrag, den dolmetschwissenschaftlichen Diskurs durch interdisziplinäre Herangehensweise zu bereichern und das Dolmetschen als Forschungsgegenstand dieser Disziplin noch mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Die Leitgedanken dieser Arbeit sind die Schaffung von Selbstvertrauen und Professionalität, zum Zwecke der allgemeinen Verbesserung des Berufsstandes und folglich der Konstruktion und dem Ausbau von Translationskulturen. Die Maximen dabei lauten: Übung macht den Meister! aber Alles in Maßen!

Translation of abstract (English)

The Master thesis approaches the current problems of translation studies (especially interpreting) in an inclusive, interdisciplinary and creative way. The first part deals with the phenomenon translation and the principles of translation studies. Different research approaches to these questions and models explaining them are presented. The role of the translator as an equal partner in communication is particularly discussed by means of the functional models developed in course of the so called sociological turn in translational studies. Interpreting as an integral part of the translation studies is presented thereafter as well as the lack of function based interpreting research due to the institutional dimension. Chapter 2 presents interpreting skills compared to those of a translator. Possible application fields and demands for consecutive or simultaneous interpreting, techniques needed and the service oriented approach of an interpreter as a deliverer of language services are described (the so called CRM - Customer Relationship Management). The problem of quality and evaluation of interpreting skills discussed in conclusion demonstrates subjective nature of diverse expectations and demands on the part of clients on the one hand and a predominantly linguistically oriented approach to evaluation questions on the part of academic trainers on the other hand. Chapter 3 takes a closer look at the central phenomenon of the thesis namely "Dolmetschauftritt" or “Interpreter's Appearance and Performance”. This is followed by an excursus focusing on the performative nature of interpreting by showing certain proximity of interpreters (translators), musicians and actors. The role of additional social, communicative and (inter-)cultural skills for a successful interpreter is emphasized. The Part II of the Master thesis is a summary describing the essential “soft” and “hard” skills of an interpreter. Sensitivity to cultural peculiarities, its active reflection, abstraction from the own culture and ability to overcome possible problems based on these differences while interpreting and balanced dealing with clients and colleagues is part of the competences and performances portfolio of a translator/interpreter (Chapter 4), as well as a highly developed empathy and overall emotional intelligence (EQ) as part of social skills (Chapter 5). The socio-cultural characteristics of each communicative situation determines the way the interpreter uses his communicative instruments, as it is pointed out in Chapter 6. An interpreter finds a direct practical application of these skills in marketing of his services: first by creation of his own personal profile as a kind of personal branding. More details on these issues as well as on social media and web presence are given in Chapter 7 and 8. It is all in all shown how an interpreter minding his own language combination can actively influence his in success in business and what skills and qualifications should be developed and what techniques and tools are needed for this. The thesis is a contribution to the translational studies discourse and is meant to put more light on the perception of interpretation in public as well as the creation of self-confidence and professionalism of interpreters, for the purpose of general improvement of the profession’s status and, consequently, the design and development of translation culture.

Item Type: Master's thesis
Date Deposited: 01 Jun 2012 08:56
Date: 2011
Faculties / Institutes: Neuphilologische Fakultät > IASK - Seminar für Übersetzen und Dolmetschen
Subjects: 400 Linguistics
Controlled Keywords: Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer, Dolmetscher, Übersetzer, Translation <Linguistik>, Übersetzung, Europäische Union / Kommission
Uncontrolled Keywords: Dolmetschen, Dolmetscher, Translation, Translator, Übersetzen, Übersetzer, Dolmetschmodelle, Marketing, Kundenakquise, Kompetenz, Qualifikationinterpreting, interpreter, translator, interpreting models, softskills, competence evaluation, marketing, Customer Relationship Management
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