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Die Relevanz sozialer Hinweisreize für die Verarbeitung der Umgebung im frühen Säuglingsalter

Wahl, Sebastian

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PDF, German
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Abstract

Menschen sind von frühster Kindheit an besonders sensibel gegenüber kommunikativen Reizen anderer Menschen, um etwas über ihre Umwelt zu lernen (Csibra & Gergely, 2006). Zahlreiche Befunde deuten darauf hin, dass die visuelle Informationsverarbeitung von Geburt an durch sozial relevante Reize, wie dem Blick einer Person, in besonderer Weise beeinflusst wird (Farroni, Johnson, Menon, Zulian, Faraguna & Csibra, 2005). Bis ins Erwachsenenalter hinein ist eine dominante Rolle solcher sozialer Hinweisreize für die Informationsverarbeitung beobachtbar (Friesen, Ristic, & Kingstone, 2004). Bereits in einem Alter von vier Monaten nutzen Säuglinge Blicksignale einer Person, um etwas über Objekte in ihrer Umgebung zu lernen (Reid & Striano, 2005; Reid, Striano, Kaufman & Johnson, 2004). Dies führt zu der Annahme, dass sozial relevante Hinweisreize bereits früh im Säuglingsalter die Verarbeitung der Umgebung begünstigen (Reid & Striano, 2007). Dies wirft jedoch die Frage auf, was genau sich hinter dem Begriff der sozialen Relevanz verbirgt. Bezieht er sich auf die biologischen Aspekte eines Stimulus, wie dessen Belebtheit? Die vorliegende Arbeit stellt eine Studie vor, die den Einfluss von belebten und unbelebten Hinweisreizen auf die Verarbeitung der Umgebung von Säuglingen untersucht. Vorangegangene Forschungsarbeiten verwenden Blicksignale einer Person als sozialen Hinweisreiz (Reid & Striano, 2005; Reid et al., 2004), definieren soziale Relevanz somit über einen Indikator für visuelle Aufmerksamkeit einer Person. Es wäre denkbar, dass andere Hinweisreize einer Person in ihrer sozialen Relevanz variieren, was sich auf die Informationsverarbeitungsprozesse niederschlagen könnte. Die vorliegende Arbeit berichtet zwei Experimente, die den Einfluss der isolierten Kopforientierung sowie der isolierten Blicksignale auf die Verarbeitung der Umgebung im frühen Säuglingsalter untersuchen. Weiterhin gilt es, die Rolle von persönlicher Familiarität mit einem Hinweisreiz genauer zu klären. Denkt man an die immens wichtige Rolle der primären Bezugsperson für die emotionale und kognitive Entwicklung im Säuglingsalter, so liegt die Vermutung nahe, dass Vertrautheit einen wichtigen Faktor bei der Bewertung sozialer Hinweisreize darstellt. Daraus ergibt sich die Frage, ob die Bezugsperson gegenüber einer fremden Person für die Verarbeitung der Umgebung von Säuglingen eine herausragende Rolle spielt. Dieser Frage widmet sich die vorliegende Arbeit. Um sozial-kognitive Prozesse im frühen Säuglingsalter umfassend zu erforschen, bedarf es Verfahren, die kognitive Prozesse bei jungen Säuglingen möglichst tiefgehend und vielfältig abbilden. Vor allem die Verhaltensbeobachtung und die Erfassung neuronaler Aktivitäten bilden hierbei wichtige Datenquellen. Die Blickbewegungsmessung und die Elektroenzephalographie (EEG) stellen für die Säuglingsforschung besonders gut geeignete Verfahren zur Gewinnung dieser Daten dar. Jedoch ist die Anwendung dieser Verfahren an Säuglingen mit besonderen Herausforderungen verbunden. Aus diesem Grund soll zunächst eine Einführung in die Anwendung dieser Verfahren gegeben werden. Nach der kurzen Einführung in die Methoden zur Erforschung sozial-kognitiver Prozesse im Säuglingsalter (Kapitel 2), folgt eine Analyse des Einflusses sozialer Hinweisreize auf die Verarbeitung der Umgebung von Säuglingen. Dabei wird soziale Relevanz unter dem Aspekt der Belebtheit (Kapitel 3), der visuellen Aufmerksamkeit einer Person (Kapitel 4) und der persönlichen Familiarität (Kapitel 5) beleuchtet. Abschließend wird die aktuelle Befundlage in einem breiten Rahmen diskutiert (Kapitel 6).

Item Type: Dissertation
Supervisor: Pauen, Prof. Dr. Sabina
Date of thesis defense: 24 February 2014
Date Deposited: 08 Jul 2014 09:22
Date: 2014
Faculties / Institutes: The Faculty of Behavioural and Cultural Studies > Institute of Psychology
Subjects: 150 Psychology
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