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Ansätze zur Schätzung indirekter Treibhausgasemissionen in buchführenden Organisationen auf Basis der volkswirtschaftlichen Input-Output-Rechnungen

Raqué, Clemens

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PDF, German
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Abstract

Ausgangspunkt der Arbeit sind Treibhausgasemissionsminderungsziele auf Unternehmensebene. Dies bezieht sich auf direkt und indirekt verursachte Emissionen. Eine Quantifizierung der indirekten Emissionen erfordert die Modellierung der Verflechtung mit der übrigen Wirtschaft. Die intermediäre Verflechtung von Sektoren nach Sektoren wird in volkswirtschaftlichen Input-Output-Rechnungen ausgewiesen. In Verbindung mit umweltökonomischen Gesamtrechnungen bilden sie die Datengrundlage für ökologisch erweiterte Input-Output-Modelle, deren nachfrageseitige Form sämtliche Emissionen auf die letzte Verwendung projiziert. Es gibt jedoch auch eine angebotsseitige Form, die sämtliche Emissionen auf die Wertschöpfung alloziert. In der betrieblichen Treibhausgasbilanzierung wird vor allem die nachfrageseitige Modellierung zur Schätzung indirekter Emissionen aus Einkäufen verwendet. Dies verursacht theoretisch partielle Doppelzählungen der direkten Emissionen. Bei gleichzeitiger Modellierung vor- und nachgelagerter Emissionen kommen Doppelzählungen aus der Wertschöpfungskette hinzu. Dementsprechend stellt sich die Frage, welche Modellmodifikationen zur Behebung der Doppelzählungen erforderlich sind. Die Bearbeitung der theoretischen Fragestellung führt zur empirischen Fragestellung nach der Relevanz von Doppelzählungen. Die Zielsetzung untergliedert sich in die Identifikation der Ursachen, die Entwicklung einer doppelzählungsfreien Methodik sowie die Evaluierung ihrer empirischen Relevanz.

Partielle Doppelzählungen direkter Emissionen werden durch die Exogenisierung des Unternehmens beseitigt. Zur Eliminierung der Doppelzählungen aus der Wertschöpfungskette wird die Interaktion zwischen Unternehmen und übriger Wirtschaft als intermediärer Produktionskreislauf interpretiert. Hierbei wird gezeigt, dass die Unternehmenspositionierung für die Summe indirekter Emissionen irrelevant ist. Anhand empirischer Daten werden herkömmlich berechnete Ergebnisse mit doppelzählungsbereinigten Ergebnissen verglichen, erwartete Fehler quantifiziert sowie in Relation zu Umsatz und Wirtschaftsbereich gesetzt. Die Bereitstellung von Polynomfunktionen nach Wirtschaftsbereichen ermöglicht beliebigen Unternehmen eine Schätzung des erwarteten doppelzählungsbedingten Fehlers in Abhängigkeit ihres Umsatzes. Es wird jedoch gezeigt, dass selbst bei einer Fehlertoleranz von 1% lediglich die 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt die Notwendigkeit einer Doppelzählungsbereinigung überprüfen müssten. Die Exogenisierung des Unternehmens verringert den Fehler bereits so stark, dass Doppelzählungen aus der Wertschöpfungskette sogar lediglich innerhalb der 100 umsatzstärksten Unternehmen zu erwarteten Fehlern von mehr als 1% führen. Kleine und mittlere Unternehmen sowie die meisten übrigen Unternehmen können ökologisch erweiterte Input-Output-Modelle somit ohne Verursachung wesentlicher Doppelzählungen verwenden. Neben diesem Beitrag zur allgemeinen Debatte über Doppelzählungen in betrieblichen Treibhausgasbilanzen bietet die Arbeit Anknüpfungspunkte zur Exogenisierung ganzer Sektoren oder gar Volkswirtschaften in multiregionalen Modellen. Die Methodik eröffnet somit den Ausgangspunkt für eine Synthese aus produzenten-, konsum- und einkommensbasierter Verantwortung auf sektoraler und regionaler Ebene.

Item Type: Dissertation
Supervisor: Diefenbacher, apl. Prof. Dr. Hans
Date of thesis defense: 20 June 2016
Date Deposited: 06 Jun 2017 10:36
Date: 2017
Faculties / Institutes: The Faculty of Economics and Social Studies > Dean's Office of The Faculty of Economics and Social Studies
Subjects: 300 Social sciences
310 General statistics
330 Economics
650 Management and auxiliary services
Controlled Keywords: Input-Output-Analyse, Umweltbezogenes Management, Treibhausgas, Wertschöpfungskette, Umweltbilanz
Uncontrolled Keywords: Betriebliche Treibhausgasbilanzierung
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