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Retrospektive Vergleichsanalyse der Fusionsraten eines TLIF PEEK Cages in Abhängigkeit vom versorgten Wirbelsegment

Jung, Sandra

[img] PDF, German
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Abstract

Seit Beschreibung der TLIF Technik 1982 durch Harms und Rolinger1 sowie Erweiterung auf degenerative Wirbelsäulenerkrankung 19982 hat sich diese als Standard zur interkorporellen Fusion bei Spondylodesen etabliert. Die anatomischen und biomechanischen Gegebenheiten sind in jedem Wirbelsäulensegment unterschiedlich. Die tieferen Segmente sind mit einer größeren Wahrscheinlichkeit degenerativen Prozessen ausgesetzt. Auf Grund dessen ist es ebenfalls denkbar, dass die einzelnen Segmente ein unterschiedliches Fusionsverhalten zeigen. Hierüber existieren nach aktuellem Kenntnisstand der Verfasserin der vorliegenden Arbeit bisher jedoch keine Studien. Die vorliegende Studie untersuchte 48 Segmente (L3/4=15, L4/5=33), die durch eine TLIF adressiert worden sind, auf das segmentbezogene Fusionsverhalten mittels röntgenologischer Auswertung durch zwei unabhängige Untersucher anhand eines radiologischen Auswertungsbogens. Außerdem erfolgte die Evaluation des Zusammenhangs zwischen Fusionsergebnis und klinischem Outcome.

Es zeigte sich eine Gesamtfusionsrate von 20,8 %. Ein signifikanter Unterschied im segmentabhängigen Fusionsverhalten konnte nicht gezeigt werden. Es deutete sich jedoch an, dass die Chance für eine Fusion im Segment L4/5 kleiner ist, als bei L3/4. Diese Fusionsraten sind im Vergleich zur bereits veröffentlichen Literatur sehr gering. Deshalb wurden die Einflussfaktoren herausgearbeitet, die das Fusionsergebnis negativ beeinflussen können. Diese konnten in die Rubriken Patientengut, Operationstechnik, Materialien und Komplikationen unterteilt werden. Ebenfalls ist es schwierig auf Grund der Vielzahl an Materialien, die für das Erreichen einer Fusion in Frage kommen, einen Vergleich mit der bereits bekannten und sehr inhomogenen Literatur durchzuführen. Hinzu kommt, dass die Definition der Fusion immer noch die größte Hürde in der Beurteilung von interkorporellen Fusion darstellt. Es existieren keine einheitlichen Scores und keine einheitliche Bildgebung, die als Standard hierfür in Frage kämen. In der vorliegenden Studie wurde in Anlehnung an bereits veröffentliche Fusionsdefinitionen eine neue, jedoch strengere Definition konstruiert wodurch die niedrigen Fusionsraten ebenfalls erklärt werden können. Zusätzlich wurden in der vorliegenden Arbeit sehr genaue Kriterien für eine Pseudarthrose definiert. Dies spiegelt sich in den vergleichsweise hohen Pseudarthroseraten (56,4 %) wider. Trotz der geringen Fusionsrate von 20,8% und der hohen Pseudarthroserate zeigte sich jedoch in der klinischen Auswertung eine durchschnittliche Verbesserung der VAS-Werte von 4,5 sowie der ODI Werte von 31,1 %. Das Fusionsergebnis zeigte hierbei keinen signifikanten Einfluss auf das klinische Ergebnis. Somit existiert laut dieser Studie kein Zusammenhang zwischen Fusionsergebnis und klinischem Outcome. Da diese Beobachtungen bereits in der Vergangenheit von Cloward3 gemacht worden sind wurde seine Theorie erneut aufgegriffen und bestätigt. Er deutete 1948 an, dass bereits fibröse Neubildungen ausreichten, dass die Patienten postoperativ asymptomatisch wurden. Somit ist ein negatives Fusionsergebnis, bzw. eine Pseudarthrose nicht automatisch mit einem negativen klinischen Outcome gekoppelt3–9. Dies konnte auch in der vorliegenden Arbeit gezeigt werden.

1. Harms J, Rolinger H: Die operative Behandlung der Spondyloisthese durch dorsale Aufrichtung und ventrale Verblockung. Z. Orthop. Ihre Grenzgeb. 120: 343–7, 2008

2. Harms JG, Jeszenszky D: Die posteriore, lumbale, interkorporelle Fusion in unilateraler transforaminaler Technik. Oper. Orthop. Traumatol. 10: 90–102, 1998

3. Cloward RB: Spondylolisthesis: treatment by laminectomy and posterior interbody fusion. Clin. Orthop. Relat. Res. 74–82, 1948

4. Mardjetko SM, Connolly PJ, Shott S: Degenerative Lumbar Spondylolisthesis. Spine (Phila. Pa. 1976). 19: 2256S–2265S, 1994

5. Herkowitz HN, Kurz LT: Degenerative lumbar spondylolisthesis with spinal stenosis. A prospective study comparing decompression with decompression and intertransverse process arthrodesis. J. Bone Joint Surg. Am. 73: 802–8, 1991

6. DePalma AF, Rothman RH: The nature of pseudarthrosis. Clin. Orthop. Relat. Res. 59: 113–8, 1968

7. Fischgrund JS, Mackay M, Herkowitz HN, Brower R, Montgomery DM, Kurz LT: 1997 Volvo Award winner in clinical studies. Degenerative lumbar spondylolisthesis with spinal stenosis: a prospective, randomized study comparing decompressive laminectomy and arthrodesis with and without spinal instrumentation. Spine (Phila. Pa. 1976). 22: 2807–12, 1997

8. Kornblum MB, Fischgrund JS, Herkowitz HN, Abraham DA, Berkower DL, Ditkoff JS: Degenerative lumbar spondylolisthesis with spinal stenosis: a prospective long-term study comparing fusion and pseudarthrosis. Spine (Phila. Pa. 1976). 29: 724–726, 2004

9. Faundez AA, Schwender JD, Safriel Y, Gilbert TJ, Mehbod AA, Denis F, Transfeldt EE, Wroblewski JM: Clinical and radiological outcome of anterior-posterior fusion versus transforaminal lumbar interbody fusion for symptomatic disc degeneration: a retrospective comparative study of 133 patients. Eur. Spine J. 18: 203–11, 2009

Item Type: Dissertation
Supervisor: Stöve, Prof. Dr. med. Johannes
Date of thesis defense: 20 July 2018
Date Deposited: 26 Nov 2018 07:33
Date: 2018
Faculties / Institutes: Medizinische Fakultät Mannheim > Orthopädische Klinik
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