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Das Ansprechen auf therapeutischen Schlafentzug: Klinische und genetische Charakterisierung

Trautmann, Nina

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Abstract

Therapeutischer Schlafentzug stellt eine vielversprechende Therapieoption bei depressiven Patienten dar, deren Mechanismen noch größtenteils unverstanden sind. Die klinische Studienlage ist durch heterogene Ergebnisse gekennzeichnet, während sich aktuellere Studien vermehrt der Gentechnik bedienen. Der Polygenetische Risikoscore stellt eine in der Depressionsforschung zunehmend eingesetzte Untersuchungsmethode dar, die jedoch in der Schlafentzugsforschung bisher keine Anwendung fand. Diese Arbeit fokussiert sich auf die Charakterisierung von Respondern und Non-Respondern auf Schlafentzug und deren Unterscheidung, wobei klinisch-demographische Eigenschaften sowie, erstmalig in der Schlafentzugsforschung, das polygenetische Risiko für die Depression heran gezogen wurden. Achtundsiebzig Patienten und 15 Kontrollpersonen führten therapeutischen Schlafentzug, teilweise mit Schlafphasenverschiebung, durch. Vor der Teilnahme wurden klinisch-demographische Daten erhoben und depressive Symptome über den Verlauf von 31 Tagen ermittelt. Anhand von Fremdbeurteilungsbögen wurde die Verbesserung einzelner Symptome durch die Therapie erhoben. Während des Schlafentzuges wurden wiederholt Müdigkeit und Stimmung der Teilnehmer angegeben. Darüber hinaus wurde für jeden Teilnehmer der Polygenetische Risikoscore für die Depression ermittelt. Niedrigeres Alter und ein höheres Alter bei Ersterkrankung an der Depression waren mit einer erhöhten Responsewahrscheinlichkeit assoziiert. Während der Therapie besserte sich die Stimmung bei Respondern und Non-Respondern, Responder zeigten jedoch (bei vergleichbarer initialer Depressionsschwere) eine initial bessere Stimmung auf. Die stärkste Symptomverbesserung lag bei beiden Untergruppen bei der Traurigkeit. Im Langzeitverlauf zeigten Responder kurz- und mittelfristig niedrigere Werte als Non-Responder und eine stärker ausgeprägte Symptombesserung über 31 Tage. Der Polygenetische Risikoscore war bei Patienten höher als bei Kontrollpersonen und, wenngleich nicht statistisch signifikant, bei Non-Respondern höher als bei Respondern. Das niedrigere Alter und höhere Alter bei Ersterkrankung der Responder solle in zukünftigen Studien auf eine prädiktive Aussagekraft untersucht werden. Die initial bessere Stimmung bei Respondern könnte auf eine höhere Therapieerwartung zurückzuführen sein. Die vorliegenden Daten sprechen gegen einen Gruppenunterschied in der Besserung einzelner Symptome, während der longitudinale Verlauf aufzeigt, dass therapeutischer Schlafentzug als Indikator für ein besseres Ansprechen auf andere Therapien dienen könnte. Der höhere Polygenetische Risikoscore bei Non-Respondern deutet ein besseres Ansprechen bei Personen mit einer niedrigeren genetischen Last für die Depression an.

Item Type: Dissertation
Supervisor: Deuschle, Prof. (apl.) Dr. med. Michael
Place of Publication: Heidelberg
Date of thesis defense: 16 October 2019
Date Deposited: 07 Nov 2019 13:23
Date: 2019
Faculties / Institutes: Medizinische Fakultät Mannheim > Dekanat Medizin Mannheim
Service facilities > Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
Subjects: 610 Medical sciences Medicine
Controlled Keywords: Depression, Schlafentzug, Genetik
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