Directly to content
  1. Publishing |
  2. Search |
  3. Browse |
  4. Recent items rss |
  5. Open Access |
  6. Jur. Issues |
  7. DeutschClear Cookie - decide language by browser settings

Bedeutung der residualen Ischämie für die Progression chronisch linksventrikulären Remodellings bei Patienten nach Myokardinfarkt

Geisendorf, Dirk

English Title: The meaning of residual ischemic heartfailure on progressive chronical left ventricular remodelling in patients after myocardial infarction

[img]
Preview
PDF, German
Download (174Kb) | Terms of use

Citation of documents: Please do not cite the URL that is displayed in your browser location input, instead use the persistent URL or the URN below, as we can guarantee their long-time accessibility.

Abstract

Die Manifestation einer Herzinsuffizienz bei Patienten in der chronischen Infarktverlaufsphase limitiert nach erfolgreicher Akutintervention und begleitender Medikation maßgeblich das klinische Langzeitergebnis und stellt ein erhebliches klinisches und sozio-ökonomisches Problem dar. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Bedeutung der residualen Ischämie als Parameter/diagnostisches Zeichen für die ungünstige Entwicklung einer (Postinfarkt-) Herzin-suffizienz neben laevokardiographischen und echokardiographischen Kriterien zu analysieren und zu charakterisieren. Die Studienpopulation umfaßte 85 Patienten in der chronischen Infarktverlaufsphase, die sich zwischen 1995 und 1997 in der II. Medizinischen Klinik des Uni-versitätsklinikums Mannheim einer diagnostischen Herzkatheteruntersuchung unterzogen hatten und dabei mit einer reduzierten Ejektionsfraktion ≤50% aufgefallen waren. Eine echo-kardiographische sowie ergometrische Follow-up-Untersuchung konnte bei 73 (73,9%) Pati-enten durchgeführt werden. Aus der diagnostischen Herzkatheteruntersuchung wurde plani-metrisch die akinetische und/oder dyskinetische Strecke an der gesamten linksventrikulären Zirkumferenz bestimmt und zur quantitativen Beurteilung des infarzierten Areals in Quartile eingeteilt. Des weiteren wurde aus den multiplen, orthogonalen echokardiographischen Pro-jektionen in Relation mit dem individuellen Bodymassindex ein linksventrikulärer Flächenin-dex errechnet, der in guter Korrelation mit dem linksventrikulären Volumen übereinstimmt. Aus der folgenden ergometrischen Untersuchung ergaben sich schließlich Hinweise auf eine Myokardischämie in Form von Angina pectoris Beschwerden, bzw. objektiviert, in Form von ST-Streckensenkungen >0,1 mV. Der Einfluß aller erhobenen laevokardiographischen, echo-kardiographischen und ergometrischen Daten auf die Inzidenz des progredienten linksventri-kulären Remodellings, wurde mittels einer univariaten Analyse getestet; dazu wurden die Pa-rameter mit den zwei gebildeten Untergruppen (Patienten mit eingeschränkter Ejektionsfrak-tion 35% bis 50% versus Patienten mit hochgradig reduzierter Ejektionsfraktion <35%) ver-glichen. Bei 26% (19) der Patienten lag eine hochgradig reduzierte linksventrikuläre Funktion vor. Als Prädiktor dieser chronischen Herzinsuffizienz zeigte sich die Größe des infarzierten Myokardareals, zudem bestand ein direkter Zusammenhang mit dem linksventrikulären Flä-chenindex. Patienten mit einer hochgradig reduzierten linksventrikulären Funktion wiesen ein signifikant größeres Infarktareal auf als Patienten mit einer lediglich eingeschränkten LV-Funktion (3,11 Quartil vs. 2,26 Quartil; p=0,004). Entsprechend war auch ein großer Flächen-index (großes LV-Volumen) mit der hochgradig reduzierten linksventrikulären Funktion as-soziiert (33,2 vs. 23,9; p=<0,001). Klinische Hinweise auf eine Ischämie in Form von Angina pectoris Beschwerden zeigten sich in signifikanter Form ausschließlich in der Untergruppe mit eingeschränkter EF (10 vs. 0; p=0,04), wohingegen in 5 Fällen (6,9%) eine Myokard-ischämie mit relevanter ST-Streckensenkung >0,1 mV nachweisbar war, die sich tendenziell, jedoch nicht signifikant, auf die Gruppe der lediglich eingeschränkten EF verteilten (77%). Es zeigte sich zudem, daß allgemeine Hinweise auf eine residuale Ischämie in signifikant höhe-rem Maße bei solchen Patienten nachweisbar waren, die einen kleineren Herzinfarkt erlitten hatten (p=0,04). Damit unterstreichen die Ergebnisse dieser Arbeit die Bedeutung der Limita-tion des Infarktareals, sowie des linksventrikulären Volumens zur Vermeidung einer chroni-schen Herzinsuffizienz. Darüber hinaus ergeben sich neue Ansätze zur diagnostischen Inter-pretation von ST-Streckensenkungen in der Ergometrie, sowie der Manifestation von Angina pectoris Beschwerden unter Belastung.

Item Type: Dissertation
Supervisor: Gaudron, Peter Professor
Date of thesis defense: 2 May 2002
Date Deposited: 13 Jan 2004 11:20
Date: 2002
Faculties / Institutes: Medizinische Fakultät Mannheim > Medizinische Klinik - Lehrstuhl für Innere Medizin II
Subjects: 610 Medical sciences Medicine
Controlled Keywords: Herzinfarkt, Herzkrankheit / Ischämie, Ischämie, Herzerweiterung, Dilatation, Chronische Herzinsuffizienz, Herzinsuffizienz, Kongestive Herzmus
Uncontrolled Keywords: Remodelling , residuale Ischämie , Hibernating
About | FAQ | Contact | Imprint |
OA-LogoLogo der Open-Archives-Initiative