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Peter Paul Rubens' Madonna mit dem Papagei

Ost, Hans

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Abstract

Rubens Madonna mit dem Papagei entstand in der ersten Fassung zwischen 1614 und 1620, in der zweiten erweiterten Fassung bis 1625. Das für die Gildenkammer der Antwerpener Lukasgilde bestimmte Bild ist das Gegenstück zu einem ebenfalls in der Gildenkammer bewahrten Gemälde des Frans Floris mit dem Hl. Lukas als Madonnenmaler. Der auffällige Umstand, dass die Madonna im Lukasgemälde des Floris fehlt, lässt ein zweites von Floris gemaltes, jedoch verlorenes Bild mit der Madonna voraussetzen; beide Bilder waren inhaltlich aufeinander bezogen. Mit der Madonna mit dem Papagei ersetzt Rubens die verlorene Madonna des Floris. Gemäß der Bestimmung der Bildkonfiguration für den Versammlungsraum der Malergilde sind die Bilder von Floris und Rubens als kunsttheoretische Thesenbilder konzipiert. Rubens nimmt Bezug auf seinen Vorgänger Floris, zugleich überbietet er ihn mit modernen Kunstmustern. Das bei der Madonna des Rubens stehende ungewöhnliche Kind verweist auf die Brügger Madonna und damit auf den Disegno Michelangelos, der Farbdreiklang verweist auf das Kolorit Tizians: die Verbindung beider macht in der Kunsttheorie des 16. und 17. Jahrhunderts den höchsten Ruhm der Malkunst aus.

Document type: Article
Date: 2007
Version: Primary publication
Date Deposited: 21 Dec 2007 15:21
Faculties / Institutes: University, Fakulty, Institute > Cologne, University, Institute of Art History
DDC-classification: Painting
Controlled Subjects: Rubens, Peter Paul / Papageienmadonna, Floris, Frans / Der Heilige Lukas malt die Madonna
Subject (classification): Painting