Directly to content
  1. Publishing |
  2. Search |
  3. Browse |
  4. Recent items rss |
  5. Open Access |
  6. Jur. Issues |
  7. DeutschClear Cookie - decide language by browser settings

Die Kathedrale Notre-Dame in Sées. Untersuchung der Restaurierungsgeschichte und stilkritische Betrachtung der Architektur

Olde-Choukair, Christiane

[img]
Preview
PDF, German (Text)
Download (248MB) | Terms of use

[img]
Preview
PDF, German (Abbildungen)
Download (422MB) | Terms of use

[img]
Preview
PDF, German (Figuren)
Download (68MB) | Terms of use

Citation of documents: Please do not cite the URL that is displayed in your browser location input, instead use the persistent URL or the URN below, as we can guarantee their long-time accessibility.

Abstract

Die Kathedrale Notre-Dame in Sées. Untersuchung der Restaurierungsgeschichte und stilkritische Betrachtung der Architektur. Die Dissertation widmet sich in drei Bänden der Kathedrale Notre Dame in Sées. Der Textband wird durch einen separaten Abbildungs- und einen Figurenband ergänzt. Die gotische Kathedrale Notre-Dame in Sées in der Normandie unterlag seit dem frühen 15. Jahrhundert umfassenden baulichen Eingriffen, die ihr ursprüngliches Erscheinungsbild einschneidend verändert haben. Bei den Ein- und Umbauten, die aufgrund statischer Probleme am mittelalterlichen Bau in Angriff genommen worden sind, wurde nicht immer die notwendige Rücksicht auf den gotischen Baubestand genommen. Zwischen 1880 und 1897 wurde die gesamte Choranlage aus statischen Gründen abgetragen, neu fundamentiert und wieder aufgebaut. In den ersten Kapiteln der Arbeit werden sämtliche baulichen Modifikationen, die zwischen dem 14. bis zum 18. Jahrhundert stattgefunden haben, ebenso analysiert wie die großen Restaurierungskampagnen des 19. Jahrhunderts. Vor allem die nach 1850 erfolgten Restaurierungsmaßnahmen, die unter der Leitung des Architekten Victor Ruprich-Robert erfolgten, lassen ein verändertes Bewusstsein im Umgang mit dem mittelalterlichen Baubefund erkennen, das sich deutlich von den Restaurierungsmethoden seiner Vorgänger unterscheidet. In einem Vergleich mit Restaurierungstätigkeiten an anderen französischen Bauwerken nimmt die Kathedrale von Sées eine Sonderstellung ein, welche unter anderem durch die frühe Verwendung neuer Baumaterialien, wie beispielsweise das Gusseisen, zum Ausdruck kommt. Auf die Untersuchung der Restaurierungsgeschichte erfolgt die stilistische Bauanalyse der Kathedrale von Sées. Neben der Eingliederung der westlichen Vorhalle in den Fassadentypus der Ile-de-France resultiert die Untersuchung in einem neuen Rekonstruktionsvorschlag für die Doppelturmfassade in Sées. Die Rekonstruktion des originalen Aussehens der beiden oberen Hochschiffwandgeschosse belegt enge stilistische Beziehungen zur normannischen Bautradition. Darüber hinaus präsentiert sich im Langhaus von Sées ein bedeutender Zwischenschritt innerhalb der Evolution vom drei- zum zweigeschossigen Aufrisstypus. Der Chor der Kathedrale unterliegt dem Einfluss des im französischen Kronland ausgebildeten Style Rayonnant. Die Merkmale des Style Rayonnant, wie die Auflösung der Wandflächen zugunsten ausgedehnter Fensterflächen, die Durchlichtung der äußeren Triforiumswand, die Verklammerung von Triforiums- und Obergadenzone sowie eine graphische Verfeinerung der Bauelemente, wird im Chor von Sées nicht lediglich imitiert, sondern durch die Verquickung mit dem Formenrepertoire der normannischen Bauschule neu interpretiert. Die Wimperge und das Blendmaßwerk über den Erdgeschossarkaden sowie die Vernetzung der Geschosse legen einen engen Zusammenhang mit dem unter der Leitung des Baumeisters Pierre de Montreuil errichteten Südquerhauses der Kathedrale Notre-Dame in Paris nahe. Der Vergleich des Chors von Sées mit Saint-Urbain in Troyes und Saint-Thibault-en-Auxois bestätigt die Affinität von normannischen und burgundischen Bauten dieser Epoche. Stärker als bei den westlichen Bauteilen der Kathedrale von Sées, für die sich konkrete Ansätze einer Datierung ableiten lassen, ist man bei der zeitlichen Ansetzung der Chor- und Querhausarchitektur vorwiegend auf stilistische Vergleiche angewiesen. Unter Einbeziehung der Glasfenster können die Baudaten jedoch näher eingegrenzt werden. Hieraus ergibt sich, dass zwischen der Errichtung des Pariser Südquerhauses (seit 1258) und der Ausführung der östlichen Bauteile von Sées kein großer zeitlicher Abstand bestanden haben kann. Der 1318 begonnene, von Sées stilistisch abhängige Chor der Abteikirche Saint-Ouen in Rouen legt einen Terminus ante für die Vollendung des Chors von Sées fest. Eine Entstehungszeit der Choranlage in Sées zwischen 1265 und 1285 liegt nahe. Initiator des Chorbaus dürfte der seit 1258 in Sées das Bischofsamt ausübende Thomas d´Aunou gewesen sein. Die Schlussweihe der Kathedrale fand unter Bischof Philippe de Boulanger am 27. September 1310 statt.

Item Type: Dissertation
Supervisor: Seidel, Prof. Dr. Max
Date of thesis defense: 4 August 1997
Date Deposited: 15 Mar 2013 07:58
Date: 2013
Faculties / Institutes: Philosophische Fakultät > Kunsthistorisches Institut
Subjects: 720 Architecture
Controlled Keywords: Kathedrale, Gotik, Restaurierung, Normandie, Frankreich
About | FAQ | Contact | Imprint |
OA-LogoDINI certificate 2013Logo der Open-Archives-Initiative