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Droga nawracających świąt. Kilka słów o ikonografii świętych pielgrzymów w sztuce średniowiecznej Śląska, Pomorza i Warmii

Jagla, Jowita

German Title: Der Weg, der die Welt bekehrt. Einige Worte zur Ikonographie heiliger Pilger in der Kunst des Mittelalters in Schlesien, Pommern und Ermland

In: Lubos-Kozieł, Joanna ; Gorzelik, Jerzy ; Filipczyk, Joanna ; Lipnicki, Albert (Hrsgg.): Pielgrzymowanie i sztuka. Góra Świętej Anny i inne miejsca pielgrzymkowe na Śląsku. Breslau 2005, pp. 283-296

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Translation of abstract (German)

Die Wallfahrt war in der Kultur des Mittelalters eine der wichtigsten Formen der Frömmigkeit. Für die Pilger war sie ein Buß-, Bitt- und Sühnegang, aber auch ein Weg der Bereinigung, Erneuerung und Genesung. Die Wallfahrt führte meistens zu einem Ort, der mit einer konkreten Heiligengestalt verbunden war und das heißersehnte Wunder der Verwandlung gleichsam garantierte. Andererseits präsentierte die damalige Heiligenliteratur in den meisten Legenden die Reisen der Heiligen selbst: auf der Suche nach einer geeigneten Eremitage, zu einer Gemeinschaft zwecks deren Bekehrung, zu einem geistigen Meister, zu einer Klostergemeinschaft, um ihr beizutreten u. a. Es kann also festgestellt werden, dass die Wanderung eines der wichtigsten Elemente des Lebens der Heiligen war. Ein interessantes, mit Wallfahrt und Heiligen verbundenes Thema sind die mittelalterlichen Heiligen-Schutzpatronen der Pilger. Ihr Schutz erstrecke sich nicht nur auf die zu den heiligen Orten wallfahrenden Pilger, sondern auf alle Pilger, die unterwegs waren. Die beliebtesten Heiligen-Schutzpatronen der Pilger waren die Heiligen Jakob, Rochus, Sebald, Koloman, Jodokus, Katharina, Antonius und Christoph. In dieser Gruppe nehmen die Heiligen Rochus, Jakob, Sebald, Koloman und Jodokus einen besonderen Platz ein, denn die Ikonographie ihrer Darstellungen wurde vor allem unter Benutzung von Elementen der Pilgerkleidung und -zeichen konstruiert. Das Referat behandelt eben diese Gruppe von Heiligen. Der beliebteste heilige Pilger war der hl. Jakob, der sowohl in Einzeldarstellungen als auch in Gruppenszenen (z. B. in der Szene des letzten Abendmahls) mit Pilgermantel, Hut, Wanderstab und Wandertasche dargestellt wurde. Als Pilger, doch ohne weitere symbolische Verweise, wurden auch der hl. Sebald und der hl. Koloman dargestellt. Anders ist es im Fall der "Reiseikonographie" des hl. Rochus und hl. Jodokus. Bei dem hl. Rochus kann man schwer entscheiden, ob das wichtigere symbolische Zeichen in seinen Darstellungen die Pestwunde, der heilende Engel und der ihn speisende Hund sind, was ihn als Pestpatron definiert, oder die Pilgerkleider, die sich auf seine Pilgerschaft beziehen, während der er Pestkranke heilte. In der Ikonographie des hl. Jodokus war es wiederum (außer dem Pilgerschaftsmotiv) wichtig, ihn in der Walderemitage in Umgebung von Tieren oder beim Wundertun zu zeigen. Ein zusätzliches Zeichen in der Darstellung der heiligen Pilger, das auf ihre "Mobilität" hinweist, war erstens die Akzentuierung des Wanderschaftsmotivs selbst – sie wurden auf der Straße während einer bestimmten Wanderung dargestellt. Zweitens wurden Pilgerzeichen und Symbole zu wichtigen Bestandteilen ihrer Kleidung. Sie erschienen einzeln (die Muschel des hl. Jakob) oder in Zusammensetzungen (z. B. die Jakobsmuschel + gekreuzte Pilgerstäbe, das Schweißtuch der Veronika + Muscheln, die Muschel + der Rosenkranz, drei Kugeln + Muscheln, gekreuzte Petersschlüssel + Muscheln, Muscheln + Plaketten mit Heiligendarstellungen). Die heiligen Pilger hatten eine besondere Funktion in der religiösen Kultur des Mittelalters. Nicht nur beschützten sie die Pilger, sondern sie dienten als Vorbild eines christlichen Pilgers. Dies war wichtig angesichts der stark negativen Bilder des Pilgers, die im ausgehenden Mittelalter entstanden sind (es wird von der damaligen Ikonographie bestätigt, in der oft der Kampf der Pilger mit den Sünden und der Sieg der letzteren dargestellt wurde).

Document type: Book Section
Version: Secondary publication
Date Deposited: 28 Sep 2011 11:55
Faculties / Institutes: Research Project, Working Group > Individuals
DDC-classification: Arts
Controlled Subjects: Schlesien, Pommern, Ermland, Wallfahrt, Heiliger, Ikonographie, Geschichte 1200-1525
Subject (classification): Sculpture
Painting
Countries/Regions: East Europe
Collection: ART-Dok Central and Eastern Europe