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"Doskonała szkoła malarstwa", czyli słów kilka o zespole obrazów Michaela Willmanna z dawnego kościoła klasztornego Cystersów w Lubiążu

Kozieł, Andrzej

English Title: "Eine vollkommene Mahlerey-Schule" oder eine paar Worte über die Gemäldegruppe Michael Willmanns aus der ehemaligen Zisterzienserklosterkirche in Leubus

In: Kozieł, Andrzej (Hrsg.): Opactwo Cystersów w Lubiążu i artyści. Breslau 2008, pp. 243-260

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Translation of abstract (German)

Es besteht kein Zweifel, dass die Gemäldegruppe Michael Willmanns und seiner Werkstatt, welche sich bis zum Jahre 1943 in der Maria-Himmelfahrt-Klosterkirche in Leubus befand und derzeitig zwischen den Kirchen und Museen in Warschau und Breslau zerstreut ist, in der ganzen Geschichte der europäischen Malerei als einmalig betrachtet werden muss. Laut der neuesten Schätzungen zählte diese Gruppe im Großteil mindestens 60 Leinwände, die alle von einem Künstler stammen, der nur von seinen Atelierhelfern Unterstützung fand. Es handelt sich um Gemälde, die von Willmann während seiner beinahe ganzen Künstlerkarriere angefertigt worden sind: angefangen bei den ersten Kontakten mit seinem langjährigen Mäzen, dem Abt Arnold Freiberger im Jahre 1656 bis zu seinen letzten Lebensjahren (1702). Diese Gemälde gehörten keinem Zyklus an, sondern stellten eine reiche Gemäldesammlung dar, die sich sowohl in den Maßen, in der Thematik, als auch in dem künstlerischen Charakter unterschied: angefangen bei den großformatigen Gemälden des Zyklus "Apostel Martyrien" über das immense Hauptaltargemälde "Mariä Himmelfahrt", bis zu kleineren Seitenaltargemälden. Zusätzlich wurden die Leinwandölgemälde um Freskenmalereien in der Kapelle des hl. Bernhard und des hl. Benedict sowie in der Fürstenkapelle vervollständigt. Selbstverständlich war die Hauptfunktion der Gemälde Willmanns in der Klosterkirche Leubus mit dem sakralen Charakter des Inneren verbunden. Vieles jedoch deutet darauf hin, dass die an einem Ort gesammelten Werke bereits zu den Lebzeiten Willmanns aIs eine einzigartige Galerie der Werke des "schlesischen Apelles" behandelt wurden und als das Zeugnis seiner Meistermalerei galten. In einem solchen Ton waren die Schriften der Autoren aus dem 17. und 18. Jahrhundert (z.B. F. Lucae, A. Sartorius, F. Nicolai, J.P. Zöllner) über die Klosterkirche Leubus und über die sich dort befindenden Gemälde Willmanns gehalten. Willmann selbst präsentierte die Leubuser Kirche in der Korrespondenz mit dem Abt Heinrich Snopek aus Sedlec auf die gleiche Weise. Nicht anders wurden die Gemälde des "schlesischen Apelles" in der Leubuser Kirche von vielen Künstlern aus Schlesien, Böhmen, Mähren und Österreich behandelt, die in der eigenen Arbeit mehrmals an die Leubuser Werke Willmanns als künstlerisches Muster und ästhetisches Ideal anknüpften. Zweifellos galt eines der Willmann sehr gut bekannten Werke des hervorragenden Künstlers und Theoretikers Joachim von Sandrart, "Teutsche Academie..." als ideIle Quelle einer solchen "künstlerischen" Interpretation der Sakralgemäldegruppe. Darin wurde die Klosterkirche in Lambach sowie die sich darin befindenden Altargemälde, die als "eine vollkommene Mahlerey-Schule" bezeichnet wurden, ausgiebig beschrieben. Diese historische Verwurzelung und Betrachtung der Gemälde Michael Willmanns und seiner Werkstätte aus der Klosterkirche in Leubus als eine imposanten Galerie der Meisterwerke, kann als ein wichtiger Hinweis bei der Suche nach dem zukünftigen Bebauungskonzept der Leubuser Kirche dienen. Eine Wiedergabe Michael Willmanns "vollkommene Mahlerey-Schule" in Leubus würde ein Meilenstein in die Richtung des ersten Museums werden, welches das Werk des "schlesischen Apelles" ehren würde. Dieses würde eine Institution werden, auf welche die Schlesier bereits jahrelang warten.

Document type: Book Section
Version: Secondary publication
Date Deposited: 28 Sep 2011 17:48
Faculties / Institutes: Research Project, Working Group > Individuals
DDC-classification: Painting
Controlled Subjects: Willmann, Michael, Malerei, Leubus / Mariä Himmelfahrt
Subject (classification): Painting
Artists, Architects
Countries/Regions: East Europe
Collection: ART-Dok Central and Eastern Europe