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La storia di Achille su due cassoni fiorentini dell'ultimo Trecento

Miziołek, Jerzy

In: Mitteilungen des Kunsthistorischen Institutes in Florenz, 41 (1997), Nr. 1/2. pp. 33-67

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Translation of abstract (German)

Der Verfasser behandelt die Vorderseiten von zwei Florentiner Cassoni, die ursprünglich ein Paar von Hochzeitstruhen bildeten. Im 19. Jh. in andere Möbel eingearbeitet, die sich heute in italienischem Privatbesitz bzw. im Magazin des Museo Stibbert in Florenz befinden, werden die - infolgedessen so gut wie unbekannten - Tafeln hier zum ersten Mal wissenschaftlich veröffentlicht. Dabei werden die Ikonographie und die literarischen Quellen des Bildzyklus ebenso untersucht wie der Stil der Tafeln, um eine Datierung zu begründen. Besonders interessant ist die Geschichte des Florentiner Stücks, das zersägt und in die Rücklehne einer "Chorbank" eingefügt wurde, die Frederick Stibbert 1882 für den Saal seines Hauses anfertigen ließ.

Beide Vorderseiten zusammen bilden einen Fries, auf dem die Jugend des Achilleus erzählt wird, zugleich das erste bekannte Beispiel einer derart ausführlichen Darstellung dieses Stoffes. Wichtigste Quelle ist die "Achilleis" des Statius. Dieses von dem darüber verstorbenen Dichter unvollendet hinterlassene Werk behandelt die Jugend des Helden bis zu seinem Aufbruch in den Trojanischen Krieg. Daneben wird auf die "Metamorphosen" und "Ars amatoria" des Ovid und ihre spätmittelalterlichen Bearbeitungen, auf Boccaccios "Genealogia deorum" und die "Sposizioni dei Vangeli" von Franco Sacchetti verwiesen. Die einzelnen Szenen (Geburt; Löwenkampf; Achilleus im Tempel der Athena; Eintauchen in die Styx; Achilleus als Mädchen verkleidet, von Lykomedes empfangen; Achilleus wird durch die List des Odysseus erkannt; Achilleus von Agamemnon empfangen) folgen meist Bilderfindungen des späten Trecento z.B. von Agnolo Gaddi, Niccolò di Pietro Gerini, Mariotto di Nardo Giovane und Gherardo Starnina. Da für die erste und letzte Szene keine literarische Vorlage ermittelt wurde, bleibt zu vermuten, daß dem Maler bzw. seinem Berater eine entsprechende ausführlichere Erzählung vorlag. Der Faltenstil und die Wiedergabe der Architektur deuten auf das letzte Jahrzehnt des 14. Jh., während die fließenden Gewänder des weichen Stils auf unseren Tafeln noch nicht zu finden sind. Für die Wahl des Achilleus-Stoffes gab es vor allem zwei Gründe: Zum einen empfahl ihn die darin enthaltene Liebesgeschichte (Deidameia); zum anderen gehörte die Kenntnis der klassischen Autoren und namentlich des Statius zu dem Bildungsideal, wie es Leonardo Bruni gerade für Frauen aufstellte.

Document type: Article
Version: Secondary publication
Date Deposited: 03 Feb 2015 15:25
Faculties / Institutes: Research Project, Working Group > Individuals
DDC-classification: Arts
Drawing and decorative arts
Painting
Controlled Subjects: Achilleus, Cassone, Florenz
Subject (classification): Artists, Architects
Iconography
Decorative Arts
Painting
Countries/Regions: Italy
Collection: ART-Dok Central and Eastern Europe
Museum of Warsaw University